Was passiert mit der Vagina nach der Geburt: eine ehrliche Analyse der Operation, über die man schweigt
Haben Sie sich jemals gefragt, was nicht nur Sie, sondern auch Ihr Partner fühlt? Nach der Geburt bemerken viele Frauen, dass die Intimität nicht mehr so ist wie früher. Und es liegt nicht nur an den Emotionen. Das Gefühl einer 'weiten' Vagina ist kein Mythos, sondern eine Diagnose, die als Syndrom der vaginalen Schwäche bezeichnet wird. Klingt beängstigend? Eigentlich ist es nur eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur, und daran kann man arbeiten.
Eine neue Studie, die in einer angesehenen medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, verglich zwei Ansätze für die Operation zur Straffung der Vagina. Der erste ist klassisch, bei dem nur die vordere oder hintere Wand gestrafft wird. Der zweite ist radikaler, bei dem das Organ in voller Länge gestärkt wird. Die Wissenschaftler beobachteten hundert Frauen mit mittlerer und schwerer Ausprägung des Problems ein Jahr lang nach der Operation. Und das ist dabei herausgekommen.
Warum die 'vollständige' Version besser abschneidet
Es stellte sich heraus, dass Frauen, bei denen die Operation in voller Länge durchgeführt wurde, eine deutlich größere Verbesserung ihres Sexuallebens angaben. Sie bewerteten ihre Empfindungen besser, machten sich weniger Sorgen wegen Beschwerden, und der allgemeine Index der weiblichen Sexualfunktion stieg deutlich stärker. Der Unterschied war nicht nur 'ein bisschen besser', sondern statistisch signifikant in allen Fragebögen.
Am interessantesten sind jedoch die objektiven Messwerte. Die Forscher maßen die Fläche der Beckenbodenmuskulatur, die Breite des 'Eingangs' und den Muskeltonus. Auch hier lag die 'vollständige' Operation vorn: Die Muskeln wurden kräftiger und die Öffnung enger. Obwohl bei einem Parameter – dem Vaginalvolumen – beide Gruppen zum gleichen Ergebnis kamen: Es passen zwei Finger hinein. Erwarten Sie also kein Wunder 'wie bei einer Jungfrau', aber verzweifeln Sie auch nicht.
Stolpersteine: etwas länger, etwas mehr Blut
Natürlich hat die Medaille auch eine Kehrseite. Die Operation in voller Länge dauert im Durchschnitt 6 Minuten länger (98 Minuten gegenüber 93) und geht mit einem etwas größeren Blutverlust einher (27 ml gegenüber 24 ml). Diese Unterschiede führten jedoch nicht zu häufigeren Komplikationen oder einem längeren Krankenhausaufenthalt. Im Grunde sind beide Operationen gleichermaßen sicher.
Es gibt jedoch noch einen weiteren Punkt: Die Verbesserung der Dammform (der Muskeln zwischen Vagina und Anus) war in beiden Gruppen gleich. Erwarten Sie also nicht, dass die 'vollständige' Version ausnahmslos alle Probleme löst.
Für wen ist das geeignet und was ist zu tun
Es ist wichtig zu verstehen: Die Studie wurde an Frauen durchgeführt, die sich bereits für eine Operation entschieden hatten. Das bedeutet nicht, dass sich alle unter das Messer legen sollten. Zuerst sollten konservative Methoden ausprobiert werden – Training der Beckenbodenmuskulatur, Laserbehandlungen. Aber wenn Sie alles ausprobiert haben und das Gefühl der Schwäche nicht verschwindet, haben Sie jetzt mehr Argumente für ein Gespräch mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie einen Chirurgen wählen, fragen Sie, welche Methode er verwendet. Wenn er die klassische anbietet, fragen Sie, ob eine vollständige Rekonstruktion in Betracht gezogen werden sollte. Und vor allem: Denken Sie daran, dass jede Operation individuell ist und nur ein Spezialist nach einer Untersuchung sagen kann, was für Sie geeignet ist.
Die Studie ist klein, und die Schlussfolgerungen sollten nicht als die letzte Wahrheit betrachtet werden. Aber sie gibt Hoffnung: Die moderne Medizin kann die Freude am Intimleben zurückbringen, auch wenn etwas schiefgelaufen ist.
Der Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Originalbeitrag: Comparison of full-length versus non-full-length vaginal tightening for moderate-to-severe vaginal laxity syndrome: A retrospective cohort study. — U.S. National Library of Medicine

Русский
English
中文
Español
Türkçe